5 Wildpflanzen für den Einstieg

5 Wildpflanzen für den Einstieg

Das Wissen über Heilpflanzen ist riesig und unglaublich vielfältig – und mit jedem Schritt öffnen sich neue Türen. Das erlebe ich gerade selbst in meiner Ausbildung zur Heilpflanzenpädagogin.

Auch die Anwendungsmöglichkeiten sind breit gefächert: von Naturkosmetik über die Küche bis hin zur eigenen Hausapotheke.

Ich möchte dir hier fünf Wildpflanzen vorstellen, die sich perfekt für den Einstieg eignen. Sie sind leicht zu finden und lassen sich unkompliziert in deinen Alltag integrieren – für dich und deine Familie.

Brennnessel

Die Brennnessel kennt wirklich jeder und sie wächst fast überall. Sie wirkt entgiftend und ist ein echtes Kraftpaket.

Am einfachsten ist es, sie im Frühling zu ernten und zu trocknen. So hast du das ganze Jahr über eine wunderbare Grundlage für Tee zu Hause.

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist eine tolle Pflanze für deine Hausapotheke. Mit ihm bist du bei Erkältungen bestens ausgestattet.

Besonders empfehlenswert ist ein Sirup: Er unterstützt das Immunsystem, hilft schnell bei Husten und schmeckt sogar richtig gut.

Löwenzahn

Auch der Löwenzahn ist ein echter Klassiker und komplett nutzbar: von der Blüte über die Blätter bis zur Wurzel.

Die Blätter eignen sich für Salate, sind jedoch recht bitter. Aber genau diese Bitterstoffe fehlen oft in unserer Ernährung, also einfach mal ausprobieren.

Die Blüten sind milder und leicht süßlich. Sie passen wunderbar in Salate oder als essbare Dekoration.

Auch die Wurzel kann verwendet werden: frisch als Gemüse (in den Smoothie) oder getrocknet für Tee. Am besten erntest du sie im Herbst, dann enthält sie die meisten Nährstoffe.

Löwenzahn wirkt unter anderem harntreibend, leberreinigend, appetitanregend und entzündungshemmend.

Bärlauch

Im Frühling begegnet man Bärlauch bei fast jedem Waldspaziergang. Er wirkt antibiotisch, blutdrucksenkend und enthält viele wertvolle Spurenelemente.

Die Blätter lassen sich vielseitig verwenden, zum Beispiel für Suppe, Pesto oder Spätzli.

Ein kleiner Geheimtipp: Die noch geschlossenen Blütenknospen kannst du wie Kapern einlegen.

Roter Klee

Roter Klee ist auf vielen Wiesen zu finden und wird auch als Gründüngung eingesetzt, da er den Boden verbessert.

Er gilt als klassische „Frauenpflanze“, da seine pflanzlichen Östrogene bei Menstruationsbeschwerden und in den Wechseljahren unterstützen können.

Zusätzlich kann er den Cholesterinspiegel senken und die Prostata schützen.

Du kannst ihn frisch, zum Beispiel mit Frischkäse auf einem Cracker, genießen oder getrocknet als Tee verwenden.

Ein kleiner Tipp zum Trocknen von Pflanzen. Ich weiss mit einem Dehydrator würde es schneller gehen, aber ich bin einfach kein Fan von noch einem Gerät in meiner Küche. Ich trockne die Pflanzen jeweils auf einem Backblech oder ich hänge sie an meiner Wäscheleine auf. Das dauert vielleicht bisschen länger, aber funktioniert tiptop.

 

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