Sommersonnenwende - 21. Juni

Sommersonnenwende - 21. Juni

Die Sommersonnenwende wird in vielen Kulturen gefeiert und markiert den längsten Tag sowie die kürzeste Nacht des Jahres. Dieser besondere Tag steht für die volle Kraft des Frühsommers: Alles wächst, spriesst und gedeiht.

Rund um die Sommersonnenwende gibt es viele traditionelle Rituale. Manche sollen dabei helfen, negative Energien loszulassen, andere dienen dazu, die besondere Kraft dieses Tages bewusst aufzunehmen.

Traditionell wird die Sommersonnenwende oft mit Feuer gefeiert. Man tanzt um das Feuer oder springt darüber, um sich von belastender Energie zu befreien. Häufig werden auch Kräuterbüschel ins Feuer gehalten, denen eine reinigende Wirkung nachgesagt wird. Sie werden kurz am Sommersonnenwendefeuer entzündet und anschliessend aufbewahrt, um später das Haus damit auszuräuchern.

 

 Kleiner Input am Rande: Das Räuchern wurde mittlerweile sogar wissenschaftlich untersucht. Dabei hat man festgestellt, dass gewisse Kräuter tatsächlich Schadstoffe und Keime in der Luft reduzieren können. Besonders häufig wird dabei Salbei erwähnt.


Auch Heilkräutern sagt man nach, dass sie rund um die Sommersonnenwende ihre stärkste Wirkung entfalten. Also nichts wie raus in den Wald oder auf die Wiesen – jetzt ist die perfekte Zeit zum Sammeln. Ob Rotklee für Tee, Brennnessel oder Spitzwegerich für den Hustensirup im Winter, vieles kann bereits geerntet und verarbeitet werden.

Besonders beliebt sind die sogenannten Johanniskräuter (der christliche Namen der Sommersonnenwende ist St. Johanni). Dazu gehören unter anderem Thymian, Johanniskraut, Kamille, Ringelblume, Rotklee oder Königskerze.

Traditionell wurden zur Sommersonnenwende auch blühende Holunderblüten gesammelt. Daraus lassen sich wunderbar Holunderblütenküchlein zubereiten. Die Blüten werden in Bierteig getaucht und leicht frittiert. Mit etwas Puderzucker und einem feinen Fruchtkompott entsteht daraus ein herrliches Sommerdessert. Übrig gebliebene Holunderblüten können getrocknet und im Winter als Tee getrunken werden, als wohltuende Unterstützung für das Immunsystem.

Und letztlich darf die Sommersonnenwende auch einfach eine Einladung sein, kurz innezuhalten, ein Feuer zu machen, Zeit mit den Liebsten zu verbringen und den Sommer bewusst willkommen zu heissen.

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